Bin ich selbst schuld an meiner Couperose?

Bin ich selbst schuld an meiner Couperose?

Ich bin vor sechs Wochen 32 Jahre alt geworden, da geht man mit den Zeichen des Älterwerdens nicht mehr so entspannt um. Lachfalten zeigen, dass man gelebt hat. Graue Haare kann man färben – aber die jüngsten Veränderungen auf meiner Haut machen mich tatsächlich betroffen. Geplatzte Äderchen einhergehend mit geröteten Flecken finden sich seit kurzem in meinem Gesicht wieder, insbesondere im Bereich um die Nase herum und auf den Wangen.

Bin ich selbst schuld an meiner Couperose?

Bildquelle: Medizinische Kosmetik von Chris Farrell

Dabei scheint es sich bei diesen unschönen Rötungen um Couperose zu handeln, eine frühe Form der chronischen Hauterkrankung Rosacea. Die betroffenen Hautstellen sind angespannt und reagieren empfindlich auf Berührung. Am schlimmsten jedoch finde ich die Rötung auf meiner Haut und ich befürchte, dass ich wegen der Couperose ungepflegt erscheine.

Es sieht einfach hässlich aus!

Früher dachte ich, das gäbe es nur bei Alkoholikern – man kennt ja die rote Säufernase, aber wahrscheinlich ist leider auch, dass genauso andere Lebensstile daran beteiligt sein können, eine Rosacea entstehen zu lassen, die im Frühstadium als Couperose auftritt.

Couperose KosmetikSo können beispielsweise Rauchen und häufiges Sonnenbaden oder Solarium dafür sorgen, dass die Haut gestresst ist und somit anfällig für chronische Hauterkrankungen wird. Mich wundert es nicht, dass die betroffenen Personen von Couperose und Rosacea vor allem Frauen sind. Und leider gehöre ich nun dazu.

Ich gebe zu, dass ich mich ertappt fühle. Natürlich trinke ich wie die meisten ab und zu, abends mal ein Glas Wein oder am Wochenende auch gerne Bier. Tagsüber desöfteren Kaffee. Aber Fakt ist auch, dass ich nun seit mehr als 17 Jahren rauche und viele Tipps dagegen immer „in den Wind geschlagen“ habe Dass das früher oder später Konsequenzen haben würde, ist eigentlich klar, nur hab ich nicht damit gerechnet, rote Flecken im Gesicht zu bekommen. Es ärgert mich schon sehr, dass ich wohlmöglich selbst an meiner Hauterkrankung schuld bin. Obwohl es heißt, Rosacea und Couperose seien in vielen Fällen erblich bedingt, fühle ich mich dennoch mit verantwortlich.

Betrachte ich meine Verwandten, kann ich nicht feststellen, dass sie ebenfalls betroffen sind – meine Mutter und meine Oma haben beide schöne Haut, leben eben halt auch sehr vorbildlich und rauchen nicht.

Rötungen? Was genau ist eigentlich Couperose…

Der Begriff Couperose stammt aus dem Französischen und bedeutet Kupferrose. Es umschreibt die charakteristisch rote Farbgebung, die typischerweise durch Erweiterungen kleiner Blutgefäße oberflächlich entsteht und meist mit einem schwachen Bindegewebe einhergeht.

Rosacea und CouperoseBei Rosacea und Couperose treten diese als Teleangiektasien bezeichneten erweiterten Äderchen auf. Es sind mikroskopisch kleine Erweiterungen feinster Blutgefäße in den oberen Hautschichten, wie zum Beispiel an den Kapillaren, und treten meist am deutlichsten im Gesichtsbereich an Nase und Wangen auf.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist Couperose sehr oft erblich bedingt. Eine Bindegewebsschwäche ist die häufigste Ursache. Doch auch durch UV-Strahlen, bei Bluthochdruck oder durch Konsum von Tabak und Alkohol können diese Hautphänomene entstehen. Das Rhinophym, eine gerötete, knollenförmige Verdickung der Nase, kommt in der Regel bei älteren Männern vor. Bekannt als Säufernase, da es häufig Alkoholiker betrifft, ist diese Wucherung der Nasengefäße ein fortgeschrittenes Stadium der Rosacea.

Bei Couperose und Rosacea handelt es sich um entzündliche Hautkrankheiten, deren Ursachen noch nicht wirklich erforscht sind. Dabei kommen diese chronischen Hauterkrankungen tatsächlich sehr häufig vor und gehören noch vor Neurodermitis zu den meist verbreiteten Erkrankungen in der Dermatologie, denen im Normalfall nur schwer mit Behandlung, Pflege oder Kosmetikbeizukommen“ ist.

Tipps, wie man Couperose und ihre Rötungen behandeln kann?

Bevor Cremes oder Rosacea Kosmetik zum Einsatz kommen, gilt es, die betroffenen Hautstellen sanft und schonend zu reinigen. Achtung! Grobe Peelings sollten bei Couperose niemals verwendet werden.

Eine geeignete Alternative können Enzympeelings sein, die die Poren von toten Hautschüppchen befreien und dabei trotzdem besonders schonend zur sensiblen Haut sind. Grundsätzlich muss bei allen Pflegeprodukten, wie beispielsweise Abschminktücher, darauf geachtet werden, dass sie weder Parfum noch Alkohol oder Mineralöl enthalten und für hochsensible Haut geeignet sind.

Ganz auf Reinigung darf jedoch auf keinen Fall verzichtet werden, da die Haut durch Unreinheiten zusätzlich belastet wird, mehr unter Akne Behandlung.

Tipps zur Pflege / Kosmetik

Tipps zur Pflege / KosmetikBei der Wahl der Kosmetik sollte unbedingt auf eine Spezialpflege zurückgegriffen werden: Am besten sind Cremes oder Salben, die speziell für Couperose und Rosacea entwickelt wurden.

Solche Spezialcremes sind in Apotheken erhältlich, aber auch online bei Hersteller zu finden, die auf dieses Krankheitsbild spezialisiert sind. Bei allen Kosmetikprodukten muss die Hautverträglichkeit nachgewiesen und dermatologisch bestätigt sein, dies macht man zb mit einer Hautdiagnose. Die Inhaltsstoffe dürfen neben Alkohol auch keine ätherischen Öle aufführen, da sie die Durchblutung der feinen oberflächlichen Äderchen fördern. Öle, Fett und Silikone bilden eine isolierende Schicht, die das Hautgewebe erwärmt und somit erscheinen die mit Couperose oder Rosacea betroffenen Hautregionen noch roter.

Es empfiehlt sich, die Haut mittels Kosmetik / Pflege mit ausreichender Feuchtigkeit zu versorgen und kühl zu halten.

Manchmal tut’s weh!

Jetzt, da die letzten Tage des Winters noch einmal richtig kalt geworden sind, ist die Rötung an meiner Nase noch stärker als sonst. Vor allem wenn ich länger draußen war und dann wieder in beheizte Räume komme, fängt mein Gesicht richtig an zu glühen! In solchen Momenten, in denen die Couperose Schmerzen verursacht, ist Beruhigung und besondere Pflege angesagt. Als lindernd haben sich für mich kalte „Umschläge“ bewehrt, die ich mir in Form von nassen Taschentüchern auf Nase und Wangen lege.

Sie sorgen dafür, dass sich die Gefäße verengen. Das beruhigt die Haut und übt sich positiv auf die Symptome aus. Im Internet habe ich unter einigen Tipps gelesen, dass Umschläge mit Arnika, Zinnkraut, Rosskastanie oder auch schwarzem Tee helfen können, weil diese Stoffe bekannt dafür sind, das Bindegewebe zu kräftigen und damit wirken sie gegen eine Ausbreitung der Couperose. Grundsätzlich kann ich aber mit Sicherheit sagen, dass mir Kühlen und Feuchtigkeit als meine eigene Behandlung immer gut tun. Darum möchte ich als nächstes ein Gel ausprobieren, das dank Minze und Eukalyptus für schnelle Linderung sorgen soll, wenn das Gesicht wieder einmal glüht. Solange die Hautpflege frei von Stoffen ist, die die Haut provozieren könnten, tut alles gut, was entzündungshemmend wirkt.

Ein Leben mit Couperose

Wie geht es nun weiter, wird sich die Couperose verschlimmern, dehnen sich die Rötungen immer weiter aus?

Nun, leider ist es so, dass ich trotz aller Behandlung mit den Äderchen auf meinem Gesicht leben muss. Ich kann nur dafür sorgen, dass meine Couperose nicht schlimmer wird oder sich gar in eine Rosacea entwickelt. Aus diesem Grund habe ich jetzt endgültig mit dem Rauchen aufgehört – meine Lunge wird es mir auch danken, und ab sofort werde ich auf einen besseren Lebensstil achten. Man wird nicht jünger, darum ist es für mich an der Zeit, von jetzt an weniger Alkohol zu trinken und meinen Speiseplan so gesund wie möglich zu gestalten.

Hoffentlich komme ich so am Schlimmsten vorbei, denn ein Leben mit Couperose wäre für mich unerträglich!

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