Brustvergrößerung: Hot or not?

Brustvergrößerung: Hot or not?

Ist die gängigste Schönheitsoperation, die Brustvergrößerung, noch zeitgemäß? Dass Trends kommen und gehen, wissen wir. Und auch, dass das natürlich auch für Schönheitstrends und die nicht selten damit verbundenen ästhetischen Eingriffe gilt.

Waren Brustvergrößerungen Ende der 80er Jahre noch absolut en vogue, hört man heute kaum noch eine Frau auf einer Party hinter vorgehaltener Hand flüstern: „Ich lasse mir meine Brüste vergrößern.“

Brustvergrößerung: Hot or not?

Ist der Markt vielleicht übersättigt, wie man so schön sagt?

Sexy Cora BrustvergrößerungOder haben spektakuläre und tödlich verlaufende Brustvergrößerungen, wie die von Lolo Ferrari oder Sexy Cora Anfang der Nullerjahre Brustvergrößerungen gesellschaftsunfähig gemacht?

Zugegeben, diese tragischen Schicksale sind nicht unbedingt exemplarisch und außerdem waren Brustvergrößerungen in diesen Größenordnungen auch damals schon eher die Ausnahme und nicht die Regel. „Normale“ Brustvergrößerungen, also von Körbchengröße A auf ein gutes C oder D hingegen, wurden – auch in Deutschland – täglich hundertfach, wenn nicht tausendfach durchgeführt.

Brustvergrößerung und Bruststraffung

Selbstverständlich kann jeder mit seinem Körper machen, was er will. Theoretisch zumindest, denn nach wie vor kosten Brustvergrößerungen ein kleines Vermögen. Auch jetzt, acht Jahre nach dem Silikonimplantate-Skandal, bei dem tausende Frauen minderwertige Brustimplantate eines französischen Herstellers implantiert bekommen haben, muss frau mindestens acht, eher zehn tausend Euro investieren, um eine vernünftige Brustvergrößerung vornehmen zu lassen.

Brustvergrößerung und BruststraffungEine Bruststraffung, bei der lediglich das eigene, dem Alter geschuldet schlaff gewordene Fett entgegen der Schwerkraft wieder hochgezurrt wird, ist da schon viel günstiger. In manchen Fällen, genauer gesagt, wenn eine medizinische Indikation vorliegt, übernimmt sogar die Krankenkasse die Kosten für die Bruststraffung. Details möchte ich an dieser Stelle nur ungerne nennen, aber es kann vorkommen, zum Beispiel, wenn die Patientin sehr viel Gewicht verloren hat, dass die Brüste hängen /auf dem Bauch liegen und sich darunter ständig Feuchtigkeit sammelt, die, letztendlich zu Hautirritationen führen kann.

Ein ästhetischer Eingriff, nach einer Schwangerschaft und langen Stillzeit beispielsweise, wird hingegen nicht übernommen. Dafür gibt es aber die Möglichkeit, die Kosten für die Bruststraffung oder Brustvergrößerung abzustottern. Banken, wie die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, haben sich auf solche Kreditanträge spezialisiert. Die Kosten für die Anästhesie bei einer kosmetisch indizierten Brustvergrößerung müssen allerdings meist sofort in der Klinik bezahlt werden. Je nachdem wie lange die OP dauert, fallen dafür zwischen 700 und 1.000 Euro an. Und die Dauer der Brustvegrößerung richtet sich auch ein wenig nach der Größe / dem Gewicht der Implantate. Länger als zwei Stunden liegt man aber eigentlich nicht unter dem Messer.

Woher ich das weiß?

Ich bin eben ein Kind der 80er und einige Frauen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben sich die Brüste Ende der 90er per Operation vergrößern lassen. 

Im Jahr 2018 von einer Brustvergrößerung träumen: Ist das uncool?

Da ich bereits in der Theorie so einiges über Brustvergrößerungen und Bruststraffungen weiß, liegt vielleicht die Frage nahe, warum ich mich nicht schon früher, als der Trend zu einer Brustvergrößerung noch aktuell war, habe operieren lassen.

Die Antwort darauf ist relativ simpel: Im Prinzip war ich mit meinen Brüsten immer zufrieden. Ein normales C-Körbchen, einigermaßen symmetrische Brustwarzen, dass reichte mir aus. Doch heute, Mitte 30 und nach zwei Schwangerschaften komme ich nicht umhin, mein Spiegelbild weitaus kritischer zu betrachten. Die Schwerkraft, die Schwerkraft. Noch traue ich mich allerdings nicht, mit meinem Mann über eine plastische Brustvergrößerung zu sprechen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er mich nicht ernst nimmt oder schlimmer noch, mich auslacht.

Wichtig vor jeder Brustvergrößerung: Ein ausführliches Beratungsgespräch

Ich habe mich dazu entschlossen, bei einem Arzt vorstellig zu werden. So kann ich auch meinem Mann später bessere Argumente für eine Brustvergrößerung / Operation liefern.

MKG Chirurg Dr. FischellNach einigen Stunden Internetrecherche und einem feucht fröhlichen Abend mit alten Freundinnen, die – wie schon erwähnt – bereits eine Brustvergrößerung haben machen lassen, habe ich mir jetzt drei Ärzte in der Nähe meines Wohnortes Moers herausgesucht und einen Termin für ein Beratungsgespräch ausgemacht, besonders herausgestochen war der Chirurg Dr. Fischell.

Wichtig war mir, dass ich schon vorab viele Informationen zur Chirurgie auf der jeweiligen Webseite in Ruhe durchlesen konnte. Zweitens wurde mir bei allen drei Praxen gesagt, ich sollte für das Beratungsgespräch mindestens eine Stunde einplanen. Der Gedanke, dass sich der Arzt so lange Zeit für mich und meine vielen Fragen nimmt, beruhigte mich. Auch, dass das Beratungsgespräch unverbindlich und kostenfrei sein sollte. Dr. Fischell bot mir sogar eine Computer Simulation an, damit ich mir besser vorstellen kann, wie meine Brüste nach der Brustvergrößerung aussehen.

Dr. Fischell ist MKG Chirurg aus Moers und bietet unter anderem auch folgende Dienstleistungen an:

 

Möglichkeiten einer Brustvergrößerung

Lustigerweise hat mein Mann ganz entspannt reagiert, als ich ihm von meinen Plänen über eine Brustvergrößerung berichtet habe.

Möglichkeiten einer BrustvergrößerungEr sagte, er finde mich schön, wie ich bin, aber letztendlich wäre es meine Entscheidung und er würde mich, wenn ich mich für eine Brustvergrößerung entscheiden würde, tatkräftig unterstützen. Was immer das auch heißen sollte. Vielleicht freut er sich auch einfach insgeheim, wenn morgens neben ihm eine heiße, vollbusige Frau erwacht. Wie auch immer, der erste Kontakt / Beratungstermin war schon sehr aufschlussreich. Der Doktor klärte mich, nachdem er meine Brüste in Augenschein genommen hatte, über die verschiedenen Möglichkeiten einer Brustvergrößerung auf. Am natürlichsten erscheint das Ergebnis, wenn das Implantat hinter dem Brustmuskel eingesetzt wird, sodass sich „vorne“ noch das eigene Fettgewebe befindet. Allerdings wären feine Narben unterhalb der Brust im horizontalen Zustand sichtbar. Anders als bei einer Brustvergrößerung bei der das Implantat – übrigens ist Silikon immer noch das bevorzugte Material der Chirurgen – über die Achselhöhle eingeschoben wird. Mit einer Regenerationszeit von ca. 2 Wochen müsste ich bei beiden Eingriffen rechnen, so der plastische Arzt.

Die Brustvergrößerung rückt näher. Oder doch nicht?

Eine Woche später hatte ich den zweiten Beratungstermin in einer anderen Praxis. Dort sagte mir der Arzt, dass eine Brustvergrößerung im Prinzip gar nicht nötig sei und ich mit einer Bruststraffung eigentlich besser bedient sei.

BruststraffungDas stärkte nicht nur mein Selbstbewusstsein, sondern kam mir mit der Zeit auch immer logischer vor. Klar, die Elastizität und Spannkraft meiner Brüste hatte im Laufe der Zeit etwas abgenommen, aber die Form und die Fülle waren eigentlich noch vorhanden. Das körpereigene Gewebe sollte also nur etwas angehoben werden. Die Narben sind im Vergleich zu einer Brustvergrößerung mit Implantaten sehr klein und zudem ist man viel schneller wieder auf dem Damm. Der Arzt, der die OP durchführen sollte, hatte jahrelange Erfahrungen in diesem Fachbereich und ich vertraue ihm voll und ganz.

Und in zwei Wochen ist es soweit: Ich lasse mir meine Brüste straffen! Meine Erfahrungen über die Brustvergrößerung werde ich anschließend natürlich mit euch teilen!

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